Posts mit dem Label Fundgrube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fundgrube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Fundgrube: Uterus - Balkon'schichten

Wären mediale und allgemeine Aufmerksamkeit ein Indikator für musikalische Qualität, müsste Uterus ziemlich grauenhaft sein: Ganze 40 Aufrufe und eine positive Bewertung nach über einem Jahr!
Zum Glück ist häufig das Gegenteil der Fall, "Balkon'schichten" funktioniert sowohl auf der Hör-, als auch auf der Sehebene ausgezeichnet. Als mögliche Referenzen seien Autechre und Boards of Canada genannt. Meine Empfehlung!

Mittwoch, 23. November 2016

Fundgrube: Einstürzende Neubauten - Sabrina

Kommenden Freitag erscheint das Greatest Hits-Album der Post-Industrial-Avantgardisten und verspricht, ihren Werdegang von 1980 bis heute nachzuzeichnen und eine Idee davon zu vermitteln, weshalb die Neubauten als eine der einflussreichsten deutschen Bands überhaupt gelten.
Dieser Gang führt von der brachialsten, lautesten, aber auch lyrischsten Radikalität des Landes hin zu rigorosem Minimalismus, einer neu entdeckten  Zärtlichkeit und schließlich einer stimmigen Fusionierung dieser beiden Pole.
Den Vorwand möchte ich nutzen, um das herausragend inszenierte "Sabrina" aus dem 2000er Album "Silence Is Sexy" zu empfehlen und zugleich Neueinsteigern einen Blick in die lautere Vergangenheit und gar ein Tutorial zu Fabrikhallen-Bandproben zu servieren.

Montag, 5. September 2016

Fundgrube: Tommy Cash - Winaloto

"Winaloto" ist einer dieser Clips, der durch vollkommene Absurdität, ausgeprägtes Bewusstsein für unkonventionellen Stil, gekonntes Einsetzen cinematographischer Stilmittel und das notwendige Maß an nackter Haut einen viralen Hit geradezu garantiert. Bei aller Reizüberflutung sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es sich auch um einen großartigen Song handelt. Tommy Cash näselt sich durch den verspulten, von psychedelischen Synthesizer - Melodien und drückenden 8O8s getragenen Beat. Dieser ist nie wirklich greifbar, sobald man sich an ein Versatzstück gewöhnt hat, bricht es wieder weg. Das aufwendige Endprodukt geht in seiner kompromisslosen Eigenwilligkeit weit über die Grenzen des gewöhnlichen 0815 Trapbangers hinaus und brennt sich unweigerlich in die Synapsen ein. Hier wird Stilbewusstsein demonstriert. Und im Lotto gewonnen.