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Sonntag, 9. Januar 2022

2021: Die 20 besten Alben

Die fast größenwahnsinnigen Extravaganzen von Arca oder Kanye West haben 2021 ebenso bereichert wie die leiseren Töne, die von Grouper oder Dean Blunt angeschlagen wurden. Mit Ungemach, Sega Bodega und Smerz beglückte uns zudem eine Reihe aufregender Acts, die das Verhältnis von Pop und experimenteller Elektronik neu zu verhandeln suchten.

Samstag, 16. Januar 2021

2020: Die 25 besten Alben


Die musikalischen Wonnen des zurückliegenden Jahres reichen von Noise und Industrial über Rap bis zu Pop und Folk - meist mit Hang zum Experiment.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

2019: Die 100 besten Songs

Die Auswahl reicht dieses Jahr von Techno Punk über avantgardistischen Elektro bis Industrial/Noise. Oben drauf ist sogar noch Platz für Rap/Grime, ein wenig Pop und gänzlich Seltsames.
In der Spotify-Playlist fehlen leider zwei Songs.

Montag, 1. Januar 2018

Die 25 besten Alben 2017

"Und der Abend fasst blau mit kalten Armen aus/ 
Und taut uns die verdorrten, tagwunden Augen auf/ 

(Der Täubling)

Dienstag, 20. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016: 11 herausragende Songs


11 ist eine schöne Zahl. Berücksichtigt sind ausschließlich Songs, die nicht auf einem Album veröffentlicht wurden oder auf einem solchen, das es nicht in die noch zu veröffentlichende Liste der besten 25 Alben des Jahres geschafft hat.

Dienstag, 1. November 2016

Rezension: Weyes Blood - Front Row Seat To Earth

Im Heute wie im Gestern verortete Collagen der Einsamkeit















Nicht Jenny Hval, trotzdem geht es wieder um Blut. Um Natalie Mering, alias Weyes Blood, genauer gesagt.
Nach den Vorgängern von 2011 beziehungsweise 2014, ist "Front Row Seat to Earth" das nunmehr dritte Werk der 28 jährigen Kalifornierin.
Mering kann auf eine Vergangenheit als Bassistin bei Jackie-O Motherfucker, einer Experimental Rock-Gruppe aus Oregon, zurückblicken. Weyes Blood beheimatet jedoch eine andere Nische.
Man nehme den psychedelischen Hippie-Folk der späten 60er und vor allem 70er Jahre und stecke ihn kurzerhand ins 21. Jahrhundert. In eine Zeit, in die die Idee der freien Liebe als Tinder übersetzt wurde. In der man an sozialen Medien und Smartphones klebt, anstatt sich mit Akustikgitarre und Stockbrot ans Lagerfeuer zu setzen. In der aus politischer Aufbruchstimmung Desinteresse, Desillusionierung und Entpolitisierung geworden sind. Kurz: Eine Zeit, in der viele (Hippie-) Ideale nicht gut gealtert sind. Und genau dieses Gefühl schlägt sich in den neun Songs nieder. Unbedarftheit, Romantik und kindliche Hoffnung, aber auch die schiere Leere, die Fremdheit und tieftraurige Resignation, die als Erinnerung an geplatzte Träume zurückbleiben.Das liest sich jetzt natürlich sehr pathetisch, klingt es aber nur bedingt.

"Going to see end of days/ I’ve been hanging on my phone all day/ And the fear goes away” 

Der Gefühlsschwere ihrer Lieder zum Trotz, nimmt Mering sich selbst nicht zu ernst (Man sollte sich wirklich ihre süchtigmachenden Videos zu Gemüte führen). Sie ist mutig, scheut weder vor Selbstironie, noch vor Kitsch.
Das Gefühl, das den Rezipienten vereinnahmt, wird auf dem Cover durchaus passend illustriert.
Von einer schönen, mondartigen, aber auch verlassenen Landschaft umgeben zu sein, auf dem Boden zu liegen und einen Anzug aus türkisem Satin und weiße Sneaker zu tragen.
Klar, textlich sind Merings Songs die depressivsten und hoffnungslosesten Liebeslieder seit langem, doch der Vibe ist trotzdem ein warmer, angenehm verträumter. Dream Pop eben.
Die Instrumentierung ist hier reichhaltiger als bloßer 70s Folk. Subtile Dissonanzen, benommen eiernde Orgelsynths, entfernte Pianoklänge, eine liebliche Harfe und traurige Bläser existieren hier neben verschiedenen Effekten, die in erster Linie über Merings Stimme gelegt sind.
Selbsterklärend, dass radiotaugliche Hits vergebens gesucht werden.
"Front Row Seat To Earth" funktioniert vor allem als Ganzes, lullt den Hörer ein in eine verschwommene, surreale Traumwelt, in der das persönlich Intime und das allgemein Relevante und allgemein Gültige eins werden. Subjektive Gefühle von Einsamkeit, Zurückweisung und Schmerz den Herzschlag des gesamten Planeten zu dirigieren scheinen. Und der funky Satinanzug nie abgelegt wird.

Wertung: 8/10 

 

 


Tracklist:
1. Diary
2. Used to Be
3. Be Free
4. Do You Need My love
5. Generation Why
6. Can't Go Home
7. Seven Words
8. Away Above
9. Front Row Seat

Veröffentlichung: 21.10.17 via Mexican Summer

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Aktuelle Veröffentlichungen (u.a. mit Nick Cave, Bon Iver, Vince Staples und Nicolas Jaar)


In den letzten Wochen werden dem geschmacksbewussten Musikliebhaber die Alben mit Jahresbestenlisten-Potenzial nur so um die Ohren gehauen. Voll Überschwang könnte man gar von einem historischen Frühherbst sprechen! Jetzt aber erstmal Butter bei die Fische und eine Übersicht in Listenform, damit nichts verloren geht.
An dieser Stelle sei letztmalig wärmstens auf die Funktionalität eines Youtube Unblockers hingewiesen.